Canning Stock Route Australien 2019

Alice Springs - Perth

13. Okt. - 2. Nov. 2019

 

Die Canning Stock Route ist noch immer die größte körperliche und mentale Herausforderung, die es in Australien im Enduro und Allradbereich gibt. Eine Expedition im wahrsten Sinne des Wortes, nicht nur auf dem Papier des Reisekatalogs. Die Königin aller australischen Pisten. Wer diese Piste bei konstanten 40 Grad meistert, darf sich mit Recht zur Elite der Enduristen zählen. Sie ist gefährlich, voller Entbehrungen und unglaublich schön.

11 Motorradfahrer und 6 Begleitfahrzeuge nahmen die Herausforderung an. 9 Fahrer und 4 Fahrzeuge kamen an. Ein gutes Ergebnis.

 

Da wir auf der Canning für 14 Tage fast ohne Versorgung sind, steht erstmal ein Großeinkauf an,

denn 20 Mann haben Hunger und vor allem Durst. Nachdem auch die Motorräder nach der Simpson Desert wieder auf Vordermann gebracht sind, freuen wir uns riesig als die ersten Gäste kommen, es kann losgehen.

 

Unsere erste Etappe ist der 1000 km lange Tanami Track, durch die gleichnamige Wüste nach Billiluna, wo für uns die Canning beginnt.

Größtenteils eine gut zu fahrende Schotterpiste ist das genau Richtige zum warm fahren. Wir genießen endlich wieder die  Buschcamps.  

 

Unsere erste Etappe auf der Canning ist von Billiluna zu der 557 km entfernten Aboriginal Siedlung Kunawarritji. Die Piste ist bodenlos weich, da es für diese Zeit ungewöhnlich heiß ist. Es ist das Jahr, in dem in Australien sämtliche Hitzerekorde fielen und die Ostküste des Kontinents brannte. Nach konstant über 40 Grad erscheint uns der kleine Kramsladen wie ein Paradies, denn er bietet Aircondition.

Das ein Mensch so viel trinken kann.

50 km vor der Aboriginal Siedlung Parrngur dann das Drama. Das Allradgetriebe des IVECO gibt auf. Nick und Noel vollbringen das fast Unmögliche. Sie bauen das LKW Getriebe aus, zerlegen es, entfernen Zahnräder und Kugellager und bringen es tatsächlich wieder zum Laufen, wenn auch mit reduzierter Gangwahl. Sicherheitshalber aber verlassen der IVECO und Noel  die Canning in Parrngur. Ein Motorradfahrer kann der Versuchung der Hitze zu entfliehen nicht wiederstehen und schließt sich an.

 

Ja und dann geht es auf der Canning zum 1000 km Endspurt nach Wiluna. Die Landschaft wechselt jetzt zwischen Sanddünen, Geröllfeldern und kleineren Gebirgszügen. Wir hangeln uns von Brunnen zu Brunnen, die meistens etwas Abkühlung versprechen. Die Hitze hat seit Alice Springs nie nachgelassen. Es sind konstant 40 Grad und häufig auch deutlich drüber. Das schlaucht mächtig.

 

Ja und dann ca. 2500 km nach Alice Springs ist es vollbracht.

Wir haben in Wiluna das Ende der Canning Stock Route erreicht.

In diesem Jahr, bedingt durch die gewaltige Hitze, war es wirklich eine extreme Herausforderung, die jeden von uns an seine Grenzen geführt hat. Aber diese Grenze schiebt sich immer nur vor einem her und wird dann  doch nie erreicht.

Jeder, der diese Piste in Australien gemeistert hat, darf sich mit Recht zur Outback Elite zählen. Vielen Dank an alle Teilnehmer, ein super Team.

 

 

Wir fahren über Leonora in die Goldgräberstadt Kalgoorlie. Hier machen wir einen Tag Pause und gewöhnen uns langsam wieder an die Zivilisation.

Und eh man sich versieht sind wir in Perth, beziehungsweise im Hafen von Fremantle, wo unsere Tour offiziell zu Ende geht. Genau genommen endet sie am Denkmal von Bon Scott, dem Leadsänger von AC/DC. Neben der Canning, eine weitere Ikone Australiens.

 

In den Mund gelegt.

 

Hier kommen die Teilnehmer selbst zur Sprache.

(Zum Vergrößern bitte auf Fotos klicken)

 

Welttour

2002 bis 2004

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